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Marco Gottardi & The Silver Dollar Band am 15. Januar 2016


… und Weihnachten zieht doch noch ein.

Von der Decke hängt silbernes Lametta, funkelt grünblau, weiss und rot im Bühnenlicht und lässt den sanften Übergang von Weihnachten zur Fünften Jahreszeit einläuten. Draussen schneit es endlich, und zwar so dicht, dass beim Fahren auf der Autobahn nebst Flocken und Scheibenwischer nicht viel Sicht übrig bleibt. So haben sich wohl einige der Fans nicht aus dem Haus getraut, oder sie haben den Kampf gegen die allwinterliche Grippe noch nicht für sich entschieden. Aber Marco Gottardi ist da, mit seiner Silver Dollar Band. Am Keyboard begleitet ihn Marcus Bodenmann, an den Drums Hannes Würgler, am Bass Germano Cantore, an den Gitarren Giampiero Colombo (akustisch) und Marc Portmann (E-Gitarre). Ein gutes Team, sagt Gottardi. Zwei der Musiker sind unter anderem auch mit Toni Vescoli und Bo Katzman unterwegs.
Es dauert knappe zwei Minuten und die Bar schwelgt ganz im Country Stile. Rechts neben der Bühne tanzt man Line-Dance, im Hintergrund Jive. Gemütlich schlendert Gottardi durch das Publikum wie durch eine grosse Familie. "Road People", denke ich, Menschen, die es sich gewohnt sind, anderen Menschen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, dabei von einem Ort zum anderen ziehen und ihre Musik mitbringen. Marco Gottardi ist Schausteller, gelernter Lastwagenchauffeur, und tatsächlich in solcher Atmosphäre aufgewachsen, wie sie ihn jetzt umgibt. Seine warme Country-Stimme verleitet zum Träumen. "God is great, the beer is good and people are crazy", singt er, "You picked a fine time to leave me, Lucille" und "It's so sad to be alone, hardly make it through the night". Country-Rock, Country-Blues, Country-whatever, sagt er, aber auch Tex-Mex gehört zum Stilrepertoire. Im Lied vom "Rägeboge" – gestern gesehen, heute besungen, lässt er noch schnell den "Gigi vo Arosa" einfliessen, passend zum Wetter und den zu erwartenden Skipisten.

Line Dance
Der Tanz wird in Formation getanzt, also weder als Paartanz noch solo. Auf einer Linie, beziehungsweise mehreren Linien stehen die Tänzer und Tänzerinnen hinter- und nebeneinander.
Die Choreografien beginnen für Anfänger mit einfacheren 32-Schritt-Abfolgen, später werden sie ausgedehnt auf 64 Schritte und sind oft nach einem bestimmten Song benannt, zu dem sie ursprünglich entworfen wurden. Sie sind zu Country, Swing, lateinamerikanischen Rhythmen und sogar Walzertakten tanzbar.

Baronessa
Wisa-Gloria-Gelände
Sägestrasse 44
Aufgang b
5600 Lenzburg